Psychotherapie bei psychischen Krisen in Tulln
Finde wieder Halt und Orientierung in herausfordernden Zeiten.
Krisen können das Leben plötzlich erschüttern und vertraute Sicherheiten ins Wanken bringen. Wenn das innere Gleichgewicht verloren geht, fühlt sich alles schnell chaotisch, überfordernd oder haltlos an. Eine Krise ist keine Schwäche, sondern ein deutliches Signal von Körper und Seele, dass etwas zu viel geworden ist oder sich verändern möchte. Wenn du beginnst, wahrzunehmen, was dich bewegt und berührt, kann langsam Orientierung entstehen.
In der Psychotherapie finden wir gemeinsam heraus, was dich aus dem Gleichgewicht gebracht hat und was dir wieder Halt geben kann. Du lernst, deine inneren Ressourcen zu stärken, Klarheit zu gewinnen und Schritt für Schritt zu neuer Stabilität und innerer Ausrichtung zurückzufinden.
Ursachen und Hintergründe von psychischen Krisen
Krisen entstehen selten plötzlich. Oft verdichten sich viele Ereignisse, Belastungen oder innere Konflikte, bis ein Punkt erreicht ist, an dem das bisherige Weiterfunktionieren nicht mehr möglich ist. Das innere Gleichgewicht gerät ins Wanken, und das Leben fühlt sich unsicher, chaotisch oder überwältigend an.
Wenn wir verstehen, was die Krise ausgelöst hat und welche Bedürfnisse darin verborgen liegen, können sich neue Wege öffnen. Wege, die zu mehr Klarheit, Halt und einer lebendigeren Verbindung zu dir selbst führen.
Wie entstehen psychische Krisen?
Krisen entwickeln sich meist nicht von einem Moment auf den anderen. Oft beginnt es mit dem Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, überfordert zu sein oder plötzlich nicht mehr zu wissen, wie es weitergehen soll. Dinge, die vorher selbstverständlich waren, fühlen sich auf einmal schwer, unsicher oder chaotisch an.
Eine Krise entsteht häufig dann, wenn innere und äußere Belastungen zusammenkommen und das bisherige Bewältigen nicht mehr trägt. Du versuchst weiter durchzuhalten, Lösungen zu finden oder „funktionieren“ zu müssen und dabei geht langsam die innere Orientierung verloren.
Was ist eine psychische Krise?
Aus existenzanalytischer Sicht entsteht eine Krise, wenn der Zugang zu den vier existenziellen Grundmotivationen – Halt, Wert, Selbstbezug und Sinn – unterbrochen ist. Die Logotherapie beschreibt Krisen häufig als Folge eines erlebten Sinnverlustes, der zu innerer Orientierungslosigkeit führt.
Eine Krise ist jedoch nicht nur ein belastender Zustand, sondern auch ein Selbstheilungsversuch: Die Psyche versucht, sich zu schützen und den eigenen Platz im Leben wiederzufinden. Wenn dieser Prozess ins Stocken gerät, fühlt sich die Krise überwältigend oder ausweglos an. Gleichzeitig kann sie eine Einladung sein, neue Wege zu entdecken und Entscheidungen zu treffen, die mehr mit den eigenen Werten im Einklang stehen.
Kann eine psychische Krise alleine bewältigt werden?
Leichtere Krisen können sich manchmal von selbst beruhigen – etwa, wenn sich eine Situation klärt, Unterstützung dazukommt oder du wieder mehr Halt im Alltag findest.
Bei tieferen oder anhaltenden Krisen geschieht das jedoch selten von allein. Das innere Gleichgewicht, das für Orientierung und Stabilität nötig wäre, ist in solchen Phasen oft erschüttert oder blockiert. Gefühle von Überforderung, Ohnmacht oder Orientierungslosigkeit lassen sich dann nicht einfach „wegdenken“ oder durch Willenskraft lösen.
Wann sollte ich psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen?
Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn du merkst, dass eine Krise dich länger begleitet, dich überfordert oder du allein keinen Zugang mehr zu Orientierung und innerer Stabilität findest. Wenn Unsicherheit, Ohnmacht oder emotionale Belastungen deinen Alltag beeinflussen oder Beziehungen unter Druck geraten, ist das ein Zeichen dafür, dass Unterstützung sinnvoll sein kann.
Du musst nicht „am Boden“ sein, um Hilfe anzunehmen. Es ist ein Akt von Selbstfürsorge und Stärke, frühzeitig hinzuschauen und dir Raum zu geben, wieder Halt, Klarheit und einen stimmigen Weg für dich zu finden.
Wie läuft eine Therapie bei Krisen ab?
Am Beginn steht das Innehalten: Was hat zur Krise geführt, und was braucht es jetzt, um wieder Halt zu finden? Alles, was du erlebst, darf zunächst einfach da sein – ohne Druck und ohne Bewertung.
Im therapeutischen Raum entsteht behutsam die Möglichkeit, wieder in Kontakt mit deinen Gefühlen zu kommen. Durch mitfühlende Zuwendung wird es leichter, dich selbst wahrzunehmen und das Geschehene einzuordnen.
Schritt für Schritt richtet sich der Blick darauf, was in deiner Macht liegt: Welche Entscheidungen sind jetzt möglich? Welche kleinen Schritte können Orientierung geben? So wächst die eigene Handlungsfähigkeit wieder.
Schließlich öffnet sich der Raum für die Frage nach dem persönlichen Sinn – dem, was dir Richtung, Kraft und innere Ausrichtung gibt.
Durch dieses gemeinsame Nachspüren und Ordnen kann allmählich wieder Stabilität und Lebendigkeit entstehen. Ziel ist ein Leben, in dem du dich spürst, deinen Bedürfnissen vertraust und deinem Weg mit mehr Klarheit und innerer Stärke begegnest.
Hinweis
In schweren Krisen kann es zu Gedanken kommen, nicht mehr weiterzukönnen. Diese Gedanken sind ein Zeichen großer innerer Belastung und verdienen behutsame Aufmerksamkeit. Es ist kein Zeichen von Schwäche, Unterstützung in Anspruch zu nehmen – im Gegenteil: Es ist ein mutiger Schritt, sich Hilfe zu holen. Professionelle Begleitung oder das Gespräch mit einer vertrauten Person kann helfen, wieder Halt zu finden und Entlastung zu spüren.
Mein therapeutischer Ansatz bei Lebenskrisen
Jede Krise hat ihre eigene Tiefe – und einen Menschen dahinter, der versucht, Halt zu finden und weiterzugehen.
In meiner Arbeit steht dein persönliches Erleben im Mittelpunkt. Mit Methoden der Existenzanalyse schaffen wir einen sicheren Raum, in dem alles, was dich bewegt, erst einmal sein darf. Statt gegen die Krise anzukämpfen, geht es darum zu verstehen, was sie dir zeigen möchte.
Gemeinsam schauen wir darauf,
was dich in die Krise geführt hat und welche Belastungen sich aufgebaut haben,
welche Gefühle, Bedürfnisse oder Verletzungen darin verborgen liegen,
und welche Schritte jetzt in deiner Kraft liegen, um wieder Orientierung und Halt zu finden.
Im therapeutischen Prozess entsteht behutsam die Möglichkeit, wieder mit dir selbst in Kontakt zu kommen – mit deinen Empfindungen, deinen Entscheidungen und dem Sinn, der deinem Leben Richtung geben kann.
Ziel ist nicht, schnell „funktionieren“ zu müssen, sondern ein Leben zu gestalten, das sich stimmig anfühlt: eines, in dem du dich spürst, deinen Bedürfnissen vertraust und deinem Weg mit neuer Klarheit, innerer Stärke und Lebendigkeit begegnest.
Typische Therapieelemente:
- Stabilisierung und Orientierung
- Raum für Gefühle und Erleben
- Verstehen der Krise
- Handlungsfähigkeit zurückgewinnen
- Sinn und Neuorientierung
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Über mich
Ich bin Jessica Valappila und 1997 in Wien geboren. Durch meine indischen Wurzeln habe ich einen Teil meiner Kindheit in Kerela (Indien) verbracht, lebe aber seit Beginn der Volksschule durchgängig in Klosterneuburg in Österreich.
Früh habe ich angefangen, neben der Schule zu arbeiten. Dadurch wurde mir schnell bewusst, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. Ich habe mich dafür entschieden, ihren Berufsalltag danach auszurichten, Menschen psychologisch zu begleiten und zu betreuen.
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Krisen sind keine Zeichen von Schwäche. Sie zeigen, dass du in einer Situation gelandet bist, die größer ist als das, was du alleine tragen kannst. Eine Krise bedeutet nicht, dass etwas „falsch“ an dir ist – sondern dass du Unterstützung verdienst.
Wenn du den Mut hast, den ersten Schritt zu machen, begleite ich dich gerne dabei – achtsam, respektvoll und in deinem Tempo.